Dienstag, 24. April 2012

Abenteuer Ausflug oder Gottesdienstbesuch

Über Stock und Stein, durch Sträucher und Gräser mitten durch Pfützen und XXL-Schlaglöcher, ... 
 
 
Das war unser Sonntagsausflug. Jedes Schuljahr besuchen wir, ein paar der Heimatgemeinden unserer Studenten. Da wir, als Liebenzeller Mission, mit einer malawischen Kirche zusammen arbeiten, welche vor allem im Dorf beheimatet ist, ist eine solche Ausfahrt immer wieder ein kleines Abenteuer. 
 
Wo es genau hingeht, das kann meistens nur der Studenten sagen, zu welchem man unterwegs ist. 
 
 
 
Manchmal werden die "Straßen" und Wege ganz schön eng, matschig oder sie sind verwachsen, manchmal gibt es nur eine 30cm breite Fahrspur, ... wenn man keinen Stress hat und denn haben wir nicht so, dann ist das Fahrspaß pur!! 
 
 
 
Und so war das Auto wieder voll mit 12 Erwachsenen, 4 Kindern und einer Trommel. Es ist kaum vorstellbar, aber die Studenten sagen über eine Stunde Lieder. Gott wurde gelobt und es konnte jeder hören an dem wir vorbei fuhren. Abends war ich nur froh das sanfte rauschen der Blätter im Garten zu hören. 
 
 
In Chikhumba angekommen wurden wir singend begrüßt. Die Frauen tanzten um das Auto. Für die Gemeindemitglieder im Dorf ist so ein Besuch der Höhepunkt im Kirchenjahr. Da der Pastor der Gemeinde sehr alt ist, freute er sich um so mehr, dass wir ihm die Arbeit am Sonntag abnahmen. 
 
 
 
 
Zu einem guten Gottesdienst gehört natürlich noch ein gutes Essen. Und so gab es Reis, Maisbrei, Hühnchen, Fisch, ... Das war mal wieder gut. Danach noch ein bisschen reden und dann ging es wieder heim. Eine geschlagene Stunde mit singenden Studenten im Auto. Das war ein Reise. 
 
 
Der Besuch war für uns eine wirkliche Bestätigung für unsere Arbeit in Malawi, für die Kirchenmitglieder war es eine Ermutigung!! Danke wenn du weiter für uns, unsere Mitarbeiter und Studenten betetest.

Montag, 16. April 2012

Wir leben noch!!

In den letzten Wochen war das Internet sehr, sehr schlecht, bis gar nicht vorhanden, es war Prüfungszeit, d.h. korrigieren, koordinieren, ... 
 
Aber nun, seit heute ist wieder "Alltag"!
 
In den letzten Woche, in denen viel los war, durften wir immer wieder Gottes Hilfe und seine Treue erfahren.
 
Nur ein kleines Beispiel: In Malawi gibt es gerade keinen Zucker. 
 
Warum? Die Zuckerfabrik des Landes hat einen Defekt an einer Maschine. Nun fehlt das Ersatzteil. Deswegen gibt es keinen Zucker im Land. Den Zucker den es noch gibt ist mehr als doppelt so teuer!! Mit diesem Wissen fuhren wir in die Stadt. Wissentlich, dass wir wahrscheinlich keinen bekommen werden. In der Stadt angekommen, hörten wir dann dass es in gewissen Läden ab und zu mal etwas gab. Das hatte enorme Menschenaufläufe zur Folge!! 800 - 1000 Menschen stehen an den Kassen an um Zucker zu bekommen.
 
Die sonst sehr friedvollen Malawier wurden dann wohl ein bisschen ungemütlich. Es gab dann wohl auch Tumulte und Schlägereien wegen dem Zucker. Die Folge, wenn es Zucker gab, dann war immer die Polizei oder die Armee beim Verkauf dabei!!
 
Das war die Situation!!
 
Wir gingen also einkaufen. Kauften dies und das. Das Zuckerregal war leer. Wie erwartet eben. Und so kaufen wir für Chisomo ein bisschen Soya, .... Beim Warten auf das Soya-Fleisch, winkte Emily dem Chef des Ladens. Dieser winkte zurück. Er kam näher. Sie winkte weiter und freute sich, dass er so gut drauf war. Er fragte mich, wie sie denn heißt, .... Wir redeten ein bisschen. Nach ein paar Minuten fragte ich ihn, ob sie keinen Zucker hätten. Er fragte, ob 2x2kg ok wären. Ich bejahte.
 
Dann gab er mir noch ein paar Anweisungen. Der Zucker kam in einem Seifenkarton, welcher nicht geöffnet werden durfte, an der Kasse sollte ich nur den Namen der Firma erwähnen und die Kiloangabe, ... NICHT auspacken!! In das Auto einladen, ohne auszupacken!! So seine Anweisungen. Und so taten wir es auch!!
 
Mit 4kg Zucker verließen wir den ersten Laden.
 
Ab in den Zweiten. Auch dort waren die Zuckerregale leer!! Aber an den Kassen gab es einen Direktverkauf. D.h. wer einen Artikel im Laden kaufte, konnte auch noch 2kg Zucker dazu bekommen. Guter Gedanke, aber für unsere Mitarbeiter und Studenten zu wenig. Also fing ich an mit einem Mitarbeiter zu reden. Diesem erklärte ich unsere Situation. Er meinte, dass könnte er nicht entscheide ich solle doch zu seinem Vorgesetzten. Dort angekommen, erklärte ich ihm, wer ich bin, was wir in Chisomo machen und warum ich unbedingt Zucker brauche. Er überlegte und meinte er könnte das nicht entscheiden, ich müsse zu seinem Vorgesetzten.
 
Das ging ungefähr 4 mal so, dann war ich beim Chef (ein Südafrikaner) des Ladens (einer der zwei größten Supermärkte in Malawi) im Büro!! Er genehmigte mir 10 kg!! Zum Glück schuf Gott Malawier!! Der Chef schickte mich mit dem Abteilungsleiter los die 10kg zu holen. Dieser fragte mich, wie viel kg ich denn bekomme. Ich sagte 10kg, darauf er also 20kg. Ich sagte nur: Genau!! Anstehen musste ich dann auch nicht wie die anderen, sondern durfte einfach so an einer andern Kasse bezahlen. Die 20kg Zucker waren natürlich gut verpackt in einem Karton. Gott versorgt!!

 


 

Danke, wenn du weiter für unser Land Malawi betetest. Der alte Präsident ist letzte Woche gestorben, die neue Präsidentin wurde eingesetzt. Bete für Frieden, gute Entscheidungen, ... das es mit dem Land wieder aufwärts geht.