Dienstag, 25. September 2012

Partner in der Missionsarbeit



Aber nicht nur im in der Arbeit, sondern auch beim Feiern. Feste soll man schließlich feiern wie sie fallen. 
 
 
Morgens war wir alle noch in unterschiedlichen Kirchen, beim "dienen". Nachmittags luden wir uns dann ganz spontan bei Pondruns ein. Die fast 30 km Feldweg sind mit unserem Land Cruiser ein kleiner Sonntagsausflug. Grace, das Geburtstagskind aus Papua Neu-Guinea wusste noch nichts von ihrem Glück. Mirjam hatte einen Kuchen gebacken, Joachim ein paar Colas und Fantas in das Tiefkühlfach gesteckt, dazu noch heißes Wasser für die "Kaffee-" oder "Cappuccinotrinker", ... 
 
 
 

 
Mit einem "Happy Birthday" auf den Lippen öffneten wir die Türe und sie war völlig überwältigt. Gemeinsam genossen wir die Zeit. Der Austausch war sehr rege. Nach einer guten Stunde ging es dann wieder nach Hause. 
 
 
Zu Hause angekommen war dann nicht mehr viel los. Die Sonne ging unter und wir ins Bett.

Donnerstag, 13. September 2012

Guter Anfang in 3 Teilen


1. Mit 15 Studenten (6 Familien, 9 Singles) starten wir in unsere zweites "Chisomojahr". Noch sind alle super motiviert, bei den Andachten geben sie die richtigen Antworten, auf den Felder staubt es, ... Wir sind sehr dankbar, dass wir wieder einen so guten Jahrgang haben dürfen. Danke wenn du für uns betest, dass wir die Studenten gut anleiten können, sie gut unterrichten, usw. 
 
 
2. Gestern ins Krankhaus, heute schon wieder raus.
Harry, einer unserer Schreiner, bat mich am Montag gegen 10:00 Uhr seine hochschwangere Frau um 13:00 Uhr ins Kranken zu fahren. Ich frage ihn: "Warum genau um 13:00 Uhr?" Seine eigentlich ganz logische Antwort war: "Sie kocht noch kurz, dann wäschst sie sich und dann essen wir und dann ist es 13:00 Uhr." Fast alles lief nach Plan. 
 
Essen wollte sie nicht mehr. Gegen Abend war dann das kleine Mädchen da. Mutter und Kind geht es gut. Harry ist total happy, wir auch. 
 
 
 
3. Oder eben auch nicht.
Emily schnappt immer wieder neue Worte auf. Deutsch, Chichewa oder Chiyao (eine weitere Sprache, welche in unserer Umgebung gesprochen wird.) Und so ist sie mittlerweile "dreisprachig" unterwegs, wie es auch schon die Mattmüller Kinder waren. Gestern sage ich etwas was zu ihr und sie antwortet mir mit "manya", was so viel heißt wie "lass mich, ich will nicht, ..." 
 
Beim ersten Mal dachten wir, dass wir nicht richtig hörten oder sie da was verwechselt hat, denn wir benutzen das Wort gar nicht. Im Laufe des Tages rutschte ihr das Wort aber immer wieder mal über die Lippen, genau in den Momenten in denen es ein malawischen Kind gebraucht, wenn es eben "manya" sagt und dann halt nicht will oder in Ruhe gelassen werden will.

Montag, 3. September 2012

Was macht ein malawischer Bibelschulleiter wenn

er keine Schüler hat? 



Dann legt er sich nicht auf die faule Haut, sondern tut das was er das ganze Jahr nicht geschafft hat. 
 
Wie zum Beispiel neue Bausteine anfertigen lassen. 
 
 
Diese Steine werden in Malawi zum Bauen genutzt. Da unser Ausbildungszentrum nicht jünger wird, gibt es immer wieder Renovierungs-, Anbauarbeiten, etc. und dazu benötigt man eben diese Bausteine. 
 
Während des letzten Jahres bauten wir zwei neue Toiletten (Plumpsklos wie es Umgangssprachlich heißt), ein ganz neues Haus, ... Da wir zu diesen Anlässen keine Steine hatten, mussten wir sie im Dorf suchen, verhandeln, kaufen, transportieren, ... Jedes Mal eine endlose Odyssee. Deswegen entschlossen wir uns, dieses Jahr unseren eigenen "Ofen" zu bauen. 
 
Dazu benötigt man Fachmänner, Formen, Wasser und Dreck. Von allem hatten wir genügend. Erick, Dickson und ihr kleine Bruder Richard schufteten ungefähr 3 Wochen. Insgesamt machten sie über 15 000 Steine. Nicht schlecht. 
 
Nachdem sie den Matsch in die Form warfen, schüttelten sie diese, um den Rohling dann aus der Form auf den Boden zu kippen. Dort lag er nun bis er trocken war. Als alle trocken waren bauten sie den Ofen. 10 Eingänge hatte dieser. Dann wurde Holz gemacht. Wie viele Meter Holz es letztlich waren, kann ich nicht mehr sagen, aber es waren viele. 
 
 
Über dem zweiten Eingang siehst du einen Baustein.
 
Endlich war es soweit. Morgens schmierten sie den ganzen Ofen mit Dreck zu und dann wurde das Feuer angemacht. 24 Stunden wurde geschürt, geheizt, ... bis die Steine fertig waren. 
 
 
Nun haben wir über 15 000 Bausteine, die drei Jungs haben sich ein goldenes Näslein verdient. Jetzt können die nächsten Arbeiten in Angriff genommen werden.