Montag, 31. Oktober 2011

Besuche und doch keine Reise

 
Klingt komisch ist aber so. Weil es in Malawi schon seit Wochen keinen Diesel mehr gibt, schrauben wir gerade am Dieselverbauch zurück. D.h. die Generatorstunden wurden bereits drastisch zurückgefahren, Reisen mit dem Auto werden verschoben, abgesagt oder wir steigen auf die "öffentlichen" Verkehrsmittel um. 
 
Da dies so ist, bitten wir dich, dass du für uns und unser Malawi betest, dass wir doch schnell wieder an Diesel heran kommen. Denn Chisomo ohne Diesel = ein Leben ohne Wasser!! Zudem sind sämtliche Dorfquellen versiegt oder die Pumpen sind defekt.
 

Diese ganze Situation hält uns aber nicht davon ab ein paar Besuche zumachen. So laufen wir halt. Am Samstag wurden wir zum Mittagessen eingeladen. 
 
 
 
 
Es gab Blätter - ähnlich wie Spinat - mit Maisbrei, davor noch ein leckeres, malawisches Getränk. Nach dem Essen hatten wir noch gute Gespräche mit der Gastgeberin. Emily und ihre Enkeltochter spielten nett miteinander. 

Montag, 24. Oktober 2011

Unterwegs

Am Sonntag war es mal wieder Zeit für eine "Ausfahrt"
 


 
"Ausfahrt" bedeutet: Das Auto mit zwei Mitarbeitern und 10 Studenten voll zuladen, singend von Chisomo weg zufahren um immer noch singend nach ca. 22 km an einer Gemeinde unseres Kirchenverbandes anzukommen. Diese Gemeinde ist die Heimatgemeinde einer unserer Studenten. 




Der Gottesdienst wurde mit einer Bibelarbeit begonnen, mit Liedern, Vorstellungen, Bitten, ... einer guten Predigt, weiteren Lieder fortgesetzt um dann mit dem Schlusswort und dem Segen zu enden. 



Danach gab es noch gutes Essen. Reis, Maisbrei und Hähnchen. Kein Hänchen ist so gut, wie das malawische, auf dem Feuer gekochte. Lecker. 


 


Mit gut gefüllten Bäuchen traten wir unsere Heimfahrt an. Lieder wurden gesungen, bis das Nummerschild klapperte. Einer unserer Mitarbeiter sagte: Lasst uns Gott loben. Er ist gut zu uns. Sind wir nicht alle vollgefressen? Lasst und singen und ihn loben. Er ist gut. AMEN dazu!!

Montag, 17. Oktober 2011

Taufe unserer kleinen Freunde


Am Sonntag war es nun endlich soweit. 3x wurde ihre Taufe schon verschoben. Aber nun war es soweit. Die Kinder hatten viel gelernt. Fast 10 Samstage in Folge gingen sie in den Taufunterricht. Sie lernten über Gott, Gemeinde, ihren Glauben, ... 




Die Zermemonie fing mit der Taufe, beim Taufbecken an um dann später mit dem Gottesdienst in der Kirchen weitergeführt zu werden. Beim Einzug in die Kirche wurden die Kinder als neue Glaubensgeschwister mit einem Handschlag begrüßt. Nun hoffen und beten wir, dass sie in ihrem Glauben wachsen, die gelernte Theorie nun in den Alltag umsetzen können und sie erleben dürfen wir lieb sie Jesus wirklich hat. 






Emily war nach diesem Ergeinis so fertig, dass sie erstmal einen 1,5 stündigen Mittagsschlaf brauchte. Sehr zum Glück der Eltern. Danach war sie wieder bestens drauf. Bitte bete doch für sie, denn sie hat einen Erkältung, welche sich schon länger zieht. 



Donnerstag, 6. Oktober 2011

Ein ganz normaler Einkauf?

Für uns vielleicht, für dich wahrscheinlich nicht.

Am Samstag fuhren wir mit Marion in die Stadt. Auf dem Weg dorthin gabelten wir noch Müllers auf.

Gemeinsam ging es vom einen Laden in den anderen. Vom Supermarkt in das Stoffgeschäft, von der Apotheke in den Baumarkt um dann nochmals kurz in das kleine Elektrogeschäft zuschauen, ...., eine kurze Cola-Pause und dann ging es schon wieder weiter.

Sonntag in den Gottesdienst und dort ganz unverhofft die Sekretärin des malawischen Botschafters in Deutschland treffen, chillen, ...


Montag die gleiche Odyssee wie schon am Samstag.

Natürlich hat so eine Einkaufsfahrt auch viele schöne Seiten, viele gute Gespräche, gutes Essen, einfach mal wieder etwas anders sehen, schnelleres Internet genießen, ...

Am Dienstag morgen luden wir unseren Land cruiser wieder voll. Kaum zu glauben, aber auch dieses Mal hatten wir es geschafft. Bis ans Dach war er wieder geladen, mit diversen Gütern, welche wir für Chisomo, welche wir für uns, welche Marion für sich und Müllers für sich benötigen.

Ganz arg dankbar sind wir, das auf den fast 500km nichts passiert ist. Obwohl. Am Dienstag. Es war dann schon dunkel und wir noch auf der Teerstraße. Es fing an zu regnen. Wir dachten uns nichts dabei. Dann bogen wir auf den Feldweg ab. Nach ein paar hundert Metern schalteten wir den Allradantrieb ein. Kaum 300m später fing unser Fahrzeug an zu rutschen. Wir drosselten die Geschwindigkeit. Es wurde nicht besser. Wir wollten geradeaus, dass Auto rutsche in den Graben.

Was geschah? Erst vor ein paar Tagen wurde der Feldweg "neu" gemacht. D.h. alle Schlaglöcher wurden ausgebessert, neue lockere Erde auf die alte festgefahrene geschüttet. Der erste Regen weichte nun alles auf. Die Fahrbahn war wie eine Eisfläche.

Wir versuchten es weiter. Langsam aber sicher ging es im "Kriechgang" weiter. Nach ca. 500m gab es kein Vorankommen mehr. Joachim stieg aus. Vorsichtig wendete Marion das Auto, welches immer wieder rutschte. Er versuchte es zu schieben und zu drücken, denn das Fahrzeug rutschte nur. Nach ca. 15 - 20 min war es geschafft. Nach vielem vor und zurück, hin und her konnten wir wieder fahren. Schnell zurück auf die Teerstraße und dann "anderen" Weg testen.

Auf diesem lief es gar nicht schlecht. Und nach einer satten Verspätung kamen wir müde, feritg und dreckig zu Hause an. Aber wir sind angekommen. Dafür sind wir Gott sehr dankbar.