Montag, 25. Juli 2011

Jetzt sind sie weg

Der 25.07.2011 stand schon seit längerem in unserem Kalender. Bis gestern konnten wir ihn noch relativ gut verdrängen. Heute ging das nicht mehr. Für uns war es das letzte Frühstück, das letzte Vesper, das letzte mal mit Anna und Lara in der Hängematte, … das letzte Mal mit Mattmüllers.


Zur Abfahrt kam das halbe Dorf, alle Angestellten, ...



Joachim brachte sie heute Morgen nach Liwonde. Von dort wurden sie von Michael Volz empfangen, um sie an den Flughafen zu fahren. Am 26.07.2011 werden sie den malawischen Boden verlassen. Betet doch für sie, dass sie sich wieder gut in Deutschland einleben.


Kathi verabschiedete sich mit den Worten: „Tschüss Onkel Joe!“ Danke für die schöne Zeit mit euch. Lebt euch wieder gut in Deutschland ein. Wir vermissen euch jetzt schon!! Allen voran Emily!! Sie freut sich jetzt schon auf ein Wiedersehen.

Montag, 18. Juli 2011

Erst die Arbeit dann das Vergnügen



Am Sonntag fuhren wir mit allen Mitarbeitern zu einer Ordination. Einer unserer Absolventen (2010) wurde zum Evangelisten eingesegnet. Da durften seine Lehrer natürlich nicht fehlen. Und so ging es am Sonntagmorgen los. In Nselema angekommen feierten wir seine Ordination und alle ordinierten Pastoren durften ihn dann segnen. Bilder davon gibt es auf: www.matschisinchisomo.blogspot.com

Nachdem wir gut gegessen hatten, ging es auf Männerausflug. Auf der Fahrt hielten wir an und kauften auf dem Markt noch ein bisschen Essen. Gegen 18:00 Uhr sind wir dann am See angekommen. Für die meisten unserer Mitarbeiter war es das erste Mal, dass sie den Malawisee sahen. Voller Freude ging es heute Morgen und heute Mittag in den See. Wir alle hatten viel Spaß. Nicht nur Spaß stand auf dem Programm, sondern auch eine Bibelarbeit und eine Visionsvermittlung von Chisomo.






Meiner Einschätzung nach, gehen alle gestärkt von diesem Tagen nach Hause.

Dienstag, 12. Juli 2011

Wie genial ist das denn

Freunde sind wichtig. In Malawi sind sie noch wichtiger als in Deutschland. In einer Kraftstoffkrise ist es umso besser, wenn man einen Tankwart zum Freund hat und das haben wir. Dieser ließ uns nicht hängen. Seit Wochen warten wir darauf, dass er uns anruft und sagt, dass er Diesel bekommen hat und das es Strom gibt.

Heute war es soweit. Wir ließen alle Arbeit liegen und "flogen" mit drei Autos und zwei Fässern los. Nach 1,5 h waren wir mit mehr als 600L wieder zu Hause. Gott versorgt!!! Danke für alle deine Gebete.

Montag, 11. Juli 2011

Unsere letzten Tage



Mehrere Tage Vorbereitung. Zwei Tage feiern. Zwei Tage aufräumen. Und Vieles mehr. Das waren unsere letzten Tage.

Nach guten 10 Monaten Bibelschule durften unsere Studenten am Samstag ihre Zeugnisse, Zertifikate, Werkzeuge, … in Händen halten. Sie hatten es geschafft. Keiner ist durchgefallen. Vier unserer Studenten waren sehr gut. Wir sind Gott dankbar, dass dieses Schuljahr gut verlief.

Während der Absolvierungsfeier überreichte mir Daniel, die Schlüssel, eine große Chichewa-Studienbibel und die Verantwortung Chisomo zu leiten. Jetzt ist es also soweit. Nun sind wir also, zusammen mit Marion, die Leiter von Chisomo. Danke wenn du für uns betetest.

Auf diesem Bild sind drei Generationen „Chisomoleitung“ zu sehen.

Die Festpredigt hielt der Generalsekretär der Evangelischen Allianz von Malawi, Pastor Francis Mkandawire. Er ermutigte uns, unsere Studenten und unsere Mitarbeiter. Wir durften ihn in unserem Haus beherbergen. Und so wollten wir ihn auch gut verköstigen.

Er genoss die Zeit bei uns und vor allem wir mit ihm.

Am 01.07.2011 kam Jonathan Kaiser, ein Freund von uns in der Hauptstadt an. Er hilft uns auf Chisomo manches wieder auf Fordermann zubringen. Leider kam sein Gepäck nicht mit ihm an. Da es immer noch sehr wenig Diesel im Land gibt, mussten wir die Hauptstadt am 02.07.2011 ohne den Koffer verlassen. Einfach so, wegen dem Koffer über 600km Autofahren war nicht drin.

Überlegt, nachgedacht hatten wir viel, bis wir zum Schluss kamen, den General Sekretär der Evangelischen Allianz von Malawi zu fragen(wohnhaft in der Hauptstadt), ob er für uns an den Flughafen fahren könnte um den Koffer abzuholen. Da er sehr viel beschäftigter Mann ist, dachte ich – ehrlich gesagt – dass er es nicht machen kann. Was auch verständlich gewesen wäre.

Gleich beim ersten Anruf, sagte er zu. Wir klärten dann die Details und er regelt alles. Zweimal musste er zum Flughafen fahren, bis er den Koffer in Händen hielt. Am Freitag brachte er ihn dann nach Chisomo. Dieser Mann ist einfach genial.

Nicht nur wegen dieser Aktion hat er sich das Prädikat „diesen Christen muss man getroffen haben“ verdient. Für uns war die Begegnung mit ihm einfach nur genial oder wie er sagen würde: „It was beautiful!“ Solche Männer braucht das Reich Gottes.


Danke wenn du weiter für Diesel betest.

Montag, 4. Juli 2011

Gott ist gut


So rufen wir es uns im Gottesdienst meist zu. Der Moderator beginnt mit: „Gott ist gut!“ Die Gemeinde antwortet: „Alle Zeit.“ Darauf er: „Alle Zeit“ die Gemeinde antwortet: „Gott ist gut!“

Das dies nicht nur eine Floskel, sondern ganz praktisch im Alltag erlebbar ist, durften wir die letzten Tage mehrfach erfahren.

Wir betreiben unseren Kühlschrank mit Petroleum. D.h. wir zünden den Docht an, dieser verbrennt das Petroleum, die Wärme steigt in einem Rohr auf. So wird das Kühlsystem in Gang gebracht.

Gibt es kein Petroleum zu kaufen, ist das sehr schlecht für uns. Kein Kühlschrank, kein Gefrierfach bedeuten schlicht ganz einfach, die Lagerung (schnell) verderblicher Lebensmittel ist nicht möglich.

Kurz bevor unsere Vorräte aufgebraucht waren, duften wir erleben wie Gott uns versorgt. Eigentlich wollten wir Diesel kaufen, leider gab es keinen. Aber dafür gab es Petroleum. Gott ist gut, er versorgt.

Manchmal haben wir Probleme mit dem Kühlschrank. Bisher waren sie aber „gut“ zu lösen. Letzte Woche jedoch, gab es bei Marion und bei uns eine kleine Überraschung. Nicht am gleichen Tag, aber das gleiche Problem.

Bei Nacht. Schlafend. Ein komischer Geruch ist im Schlafzimmer. Davon wachen wir auf. Unser Resultat, der Kühlschrank stinkt. D.h. er verbrennt das Petroleum nicht sauber, deswegen stinkt er ein bisschen. Jedoch stinkt er diese Nacht besonders. Ich stehe auf und laufe in die Küche. Beim Anblick des Kühlschranks bleibt mir die Spucke weg. Fast alles schwarz. Der Kühlschrank, die Wand, die Decke, …

Was genau geschah können wir nicht sagen. Was wir sagen können ist, dass der Kühlschrank – am Brenner – angefangen hat zu brennen. Bei uns ist er recht schnell verrußt und so hat sich die Flamme selbst erstickt. Marion musste die Flamme löschen. Möglicherweise war auch das Petroleum alt oder verunreinigt.


Wir sind Gott dankbar, dass er uns aufgeweckt hat und wir die Flammen löschen könnten. Gott ist gut, auch bei Nacht schläft er nicht.

Am Tag darauf gingen die großen Aufräumarbeiten los. Kehren, schrubben, abwaschen, abstauben, …

Bitte betet doch dafür, dass sich unsere schlechte Kraftstofflage verbessert. Ohne Diesel können wir nicht in die Stadt fahren, Wasser pumpen, den Generator betreiben, kurz gesagt, ohne Kraftstoff erliegt das Leben. Aber auch in diesem Punkt vertrauen wir darauf, dass Gott allezeit gut ist und uns mit dem versorgen wird, was wir benötigen. DANKE!!