Montag, 30. Mai 2011

11 Freunde




Fleiß, Gras, ein Sponsor und ein Ball. Was hat das miteinander zu tun?

Ganz einfach.

11 Jungs im Alter von 8 – 14 Jahren spielen gerne Fußball. Da sie so gut wie kein Geld haben, nehmen sie meist alte Einkaufstüten, Verpackungsmaterial, … irgendetwas aus Plastik, was sich gut zu einem kleinen Fußball formen lässt. Dazu noch ein bisschen Stoff, damit der Ball auch schön rund und hart wird. Und so spielen die 11 Freunde miteinander.

Wie jeder kleine Junge, wollen auch sie groß sein und dazu gehört ein richtiger Fußball. Und so kamen sie zu uns, und baten uns ob wir ihnen einen Fußball schenken könnten. So redeten wir ein bisschen mit ihnen und überzeugten sie, dass sie auch etwas zu diesem richtigen Ball beitragen müssten.


Ein Junge meinte, dass er Geld zu Hause hätte, etwa 20% des Betrages. Schnell rechneten sie und stellten fest, dass nur noch 80% fehlten. Wie kommen wir aber nun zu dem Geld?

Gute Frage. Wir redeten weiter. Wir gaben ihnen den Tipp, dass wir gerade Gras (1,5m hoch) zum Zaun machen kaufen. Wir fragten sie ob sie wüssten wir man das schneidet. Sie antworteten JA. Wir sagten ihnen, wie viel sie für ein Bündel bekommen würden. Sie rechneten, dann müssten wir also 20 Bündel bringen? Wir bejahten. Sie rechneten weiter und fragten: Was ist wenn wir 40 Bündel bringen? Wir antworteten: Dann bekommt ihr einen besseren Ball.

Und so rannten die 11 Freunde voller Freunde nach Hause, schnappten sich ihre Sichel und kamen 3 Tage später mit 44 Bündeln wieder zu uns. Der Vertrag war erfüllt. Sie brachten uns 44 Bündel und wir legten den gleichen Betrag aus eigener Tasche drauf.


Hätten wir an diesem Tag eine Sonnenfinsternis gehabt, hätte es keiner gemerkt, so wie die 11 Freunde gestrahlt hatten.

Dies wurde nur davon übertroffen, als sie den Ball nach ein paar ermutigenden und evangelistischen Worten überreicht bekamen. Überzeuge dich selbst.





Jetzt spielen sie in einer anderen Liga!!




Montag, 23. Mai 2011

Meine malawische Oma

Letzte Woche besuchte uns das Ehepaar Kansengwa. Sie unterrichteten unsere Studenten über das biblische Verständnis von Familie, Ehe und Kindererziehung. Der Unterricht war ein wahrer Segen für unsere Studenten.

Jedoch nicht nur für sie, sondern auch für Emily. Pastor Kansengwa meinte, seine Frau sei die Nanny für Emily, sie verneint und sagte: „Ich bin nicht ihre Nanny, ich bin ihre Oma!“ So schnell kann es gehen. Jetzt hat Emily eine malawische Oma und was für eine.


Mirjam geht es wieder besser, aber ihr Ohr ist immer noch nicht bei 100%. Danke wenn du weiter für sie betest.






Montag, 16. Mai 2011

Die Wurzelnatter

Noch nie davon gehört? So ging es auch uns, bis wir ihr begegnet sind. Einem sieben Meter langen Prachtexemplar. Gleich voraus sei gesagt, sie ist nicht giftig, nur störend.


Seid ein paar Wochen haben wir immer wieder ein Problem mit unserem Abwasserablauf außerhalb der Küche. Das Wasser läuft zwar aus dem Spülbecken ab, aber draußen – am eigentlichen Ablauf – sickert es nicht wirklich in das dafür vorgesehene Rohr.


Um dem Problem auf die Schliche zu kommen, machte Joachim sich diese Woche auf die Suche. In Deutschland würde man „einfach“ den Gas-, Wasser-, …installateur herbeirufen. Das geht bei uns nicht und so öffnete er an diversen Stellen die Abwasserleitung.


Es gibt zwar vereinzelt „Kanaldeckel“, doch das Problem war an andere Stelle zu suchen. Und so öffnete er mit der „Flex“ das Rohr an drei Stellen. Gleich bei der zweiten Öffnung war das Problem gefunden, um es ganz beheben zu können, musste noch eine dritte Öffnung her.


Und da war dann unser Prachtexemplar. Anfangs zog er es alleine raus. Nach fünf Metern, war sie so fett, dass er Daniel um Hilfe bat. Wir schnitten sie in der Mitte auf, steckten einen kleinen Baumstamm hinein und zogen so den Rest der Wurzelnatter heraus. Sieben Meter lang, einige Kilo schwer und eben total verwurzelt.

Die Wurzelnatter






Was geschah?

Eine ganz kleine Wurzel gelang auf geheimnisvolle Weise in die Leitung und dort breitete sie sich aus, bis unser Wasser nicht mehr abfloss und sie auf über sieben Meter heranwuchs.

Blocksatz

Jetzt noch was anders. Danke für alle Gebete, Joachim und Emily sind wieder ganz fit. Bitte bete noch für Miri. Sie ist noch nicht ganz bei 100%. Danke!!

Sonntag, 8. Mai 2011

Für´s Klischee


Am Freitag durfte ich (Joachim) unsere Kollegen aus PGN in die Hauptstadt Lilongwe fahren. Ihre Kinder flogen von dort nach Sambia.


Am Samstag ging es dann schon wieder zurück. Nach guten 5 Stunden Autofahrt freute ich mich endlich meine Zwei wieder zu sehen. Da mir bewusst war, dass die letzte Brücke nicht passierbar ist, wählte ich den Weg durch einen kleinen Fluss. Dieser Weg ist mit dem Land Cruiser kein Problem. Ein Kinderspiel. Es waren noch ein paar hundert Meter bis zum kleinen Fluss. Die Menschen am Wegesrand winkten mir enthusiastisch entgegen. „Warum hatten sie es heute so wichtig, mich so zu begrüßen?“ Ich sollte es gleich sehen.


Nicht jedes Auto ist geschaffen um durch einen kleinen Fluss zufahren. Das musste der „Kleinbusfahrer“ erst noch lernen. Die Lektion war bitter, denn er steckt fest. Von Allrad oder ähnlichem keine Spur. Für die Anwohner war es ein Fest, endlich war mal was los. Die „Durchfahrt“ war blockiert und ich musste umdrehen.


So nahm ich mein Handy zur Hand und rief Daniel an. Wir trafen uns an der defekten Brücke. Er brachte einige dicke Bretter und die Brücke war repariert. Nachdem ich sie passiert hatte, luden wir die Bretter wieder auf und fuhren heim. Ein Hoch auf die Kollegen.


Die Wartezeit nutze ich dazu um ein paar Bilder zuschießen.



Dienstag, 3. Mai 2011

Feste muss man feiern wie sie fallen


Gemäß diesem Motto lud unsere Kollegin Marion zu ihrem Geburtstag ein. Keiner wollte dieses Fest missen und so kamen alle unsere Teammitglieder.



Gemeinsam hatten wir viel Spaß, einen guten Austausch und einfach mal Zeit miteinander zu reden. Zudem gab es viele gute deutsche Kuchen. Ein dickes Lob an die deutsche Backkunst.



Gerne dürft ihr für Emily beten. Ihr war der ganze „Trubel“ ein bisschen zu viel und so hat sie sich ihre erste Erkältung eingeholt.