Montag, 28. Juni 2010

TÜV, "Schwarzfahrer und Schmusenbacken"



Jedes Jahr müssen unsere Autos zum TÜV. Damit sie die Tests der malawischen TÜV-Prüfer auch bestehen, schaute Joachim sich den pick-up nochmals genauestens an. Bremsen, Lichter, Dieselfilter, Luftdruck der Reifen, etc. alles sollte gut vorbereitet sein. So fing Joachim die Arbeit alleine an, nach einer Weile, waren es ein paar Hilfsmechaniker mehr.

Hier ein Suchbild, wer findet Joachim:


Zur Probefahrt, welche heiß begehrt ist, fanden sich dann auch prompt ein paar "Schwarzfahrer" ein. Für die Kinder ist das ein mega Spektakel, einfach mal Autofahren zu dürfen. Vielleicht kann man das Glücksgefühl der Kinder mit dem eines deutschen Kindes vergleichen, wenn es einen Besuch im Europapark machen darf. Da wir aber nur auf dem eigenen Gelände gefahren sind, war es ja nicht illegal.



Und alle sind schön brav gesessen.


Meist interessieren sich nur die Jungs für Autos, damit die Mädels nicht leer ausgingen, spielte Mirjam ein bisschen mit ihnen. Der begehrteste Platz ist auf ihren Oberschenkel ganz nah am Oberkörper. Um diesen wurde dann auch ab und zu gezickt. Mädchen eben. Jedoch hatten auch sie viel Spaß.




Montag, 21. Juni 2010

Irgendwie anders

Normalerweise feierte Miri ihren Geburtstag immer in der warmen Jahreszeit. Am Datum ihres Geburtstages hat sich auch nichts geändert, aber an den klimatischen Bedingungen. In Malawi ist es gerade Winter. Und so hatten wir letzte Woche ca. 12 C, morgens um 7:30 Uhr. Dabei muss man aber bedenken, dass unsere Häuser, weder isoliert sind noch eine Zentralheizung haben. Und so war der warme Tee und Kaffee ein besonderer Genuß.

Auch waren die Gäste irgendwie anders. Normalerweise feiert man ja mit Freunden und Kollegen. Da Fam. Mattmüller gerade in Deutschland weilt, war nur Margit verfügbar. Für nur 3 Personen einen Kuchen zu backen, ist dann doch ganz schön viel Arbeit und so lud sie ihre Lehrerin und den ranghöchsten Pastor (dieser unterrichtete gerade auf Chisomo) unserer Kirche zum Kaffeetrinken ein. Mit ihnen hatten wir eine nette Runde, auf Chichewa und Englisch.

Irgendwie anders ist auch die WM. Die Großen spielen nicht so gut wie man es gewohnt ist, die Kleinen nutzen ihre Chancen nicht und Deutschland spielt mal so und mal so. Trotzdem wir irgendwo in Afrika sind, gibt es doch immer irgendwie eine Möglichkeit ein Spiel anzuschauen. Entweder beim kath. Priester, welcher auf pay-TV steht oder bei Joachim´s Lehrer der mit einer 12V Autobatterie seinen Fernseher betreibt. Wird die Batterieleistung schlechter, dann wird das Bild kleiner. Schon toll, dass man auf "König" Fußball nicht verzichten muss.

Sonntag, 13. Juni 2010

Endlich mal wieder Stadt

In Chisomo haben wir die Möglichkeit immer mal wieder frische Bananen, Orangen, ... direkt vor der Haustüre zu kaufen. Jedoch wird man davon nicht wirklich satt. Und so müssen wir ab und zu in die Stadt fahren.

Dies haben wir nun nach über 2 Monaten endlich mal wieder getan. Einfach durch die Regale der "Supermärkte" zu schlendern, den Einkaufswagen vollzuladen, dabei zu denken "dieses Mal wird es bestimmt nicht so teuer" um dann an der Kasse festzustellen, dass der Geldbeutel schon wieder fast leer ist. Gut wir haben wahrscheinlich wieder für mehr als 1,5 Monate eingekauft.

Am Sonntagabend gingen wir dann gemütlich zum Pizzaessen. Dort wurde auch das Spiel Deutschland - Australien übertragen. Das war schon toll. Jetzt hoffe ich (Joachim), dass ich im Dorf noch ein paar Spiele sehen kann. Wir haben zwar weder einen Fernseher noch Strom, aber es soll in Mpiri jemanden geben, der dies alles hat. Ich bin gespannt.

Gleich machen wir uns wieder auf den Weg, zurück nach Chisomo. Dort sollten wir nach ca. 200km oder ca. 3h Fahrt wieder angekommen.

Montag, 7. Juni 2010

6 Tage später

und wir warten immer noch morgens um 6:45 Uhr darauf, dass die Türe auf geht und Sebba aus seinem Zimmer heraus kommt, dass er gegen 7:15 Uhr mit seiner Zahnbürste im Mund ein kleines Gespräch mit uns anfängt, dass er gegen 9:30 Uhr zur "Lehrerbesprechung" aus dem Schulzimmer heraus kommt, dass er abends sagt er will ins Bett, bleibt aber dann doch noch über 1 h sitzen und isst die mit Zucker überzogenen Erdnüsse weg, ... ja, Sebba, diese Woche lief schon ein wenig anders ab. Irgendwie komisch, aber das Leben muss auch ohne dich weitergehen. War schön mit dir!!

Einen Vorteil hat es auf jeden Fall, es bleiben mehr Nüsschen für uns. :-)



Ja, nun leben wir wieder allein in unserem Haus, nur Miri, Joachim und ein paar kleinere Insekten, welche getötet werden wollen.

Diesen Sonntag war mal wieder unser Chisomogottesdienst. Zu diesem kommen alle Studenten, Mitarbeiter und ein paar Christen aus der näheren Umgebung.

Das Program war mal wieder toll. Die Predigt war nicht so ganz der Knüller. Leider haben manche Pastoren nicht verstanden, dass der Glaube an den Tod Jesu am Kreuz genügt, damit man ewiges Leben bekommt. Und so verkünden sie immer mal wieder die sogenannte "Werksgerechtigkeit". Was den Effekt hat, dass unsere Studenten sehr ins Nachdenken kommen, ob sie schon genügend für ihre Errettung getan haben.

Gut, dass wir mit ihnen im Gespräch sind. Wir hoffen, dass wir ihnen so viel wie möglich gute Lehre über unseren lebendigen Herr weitergeben können, damit sie in ihren Gemeinden einen Unterschied machen können. Danke wenn du dafür betest.