Dienstag, 30. März 2010

Eine Stadtfahrt

die ist lustig eine Stadtfahrt die ist schön, ...

Naja, nicht immer, aber sie ist nötig.

Um 7:00 Uhr ging es am Mittwoch los. Das Auto war startklar und wir fuhren los. Nach einem Zwischenstopp bei einem Baumarkt und einem Fahrradhändler ging es ohne weitere Stopps zum Flughafen. Denn dort sollten die Eltern von Sebastian (Mitbewohner in unserem Haus) gegen 12:30Uhr ankommen. Kaum waren sie angekommen, hatten wir sie auch schon eingeladen um noch ein paar Einkäufe in der Stadt zu tätigen.

Der nächste Tag war nur dem Einkauf gewidmet. Wahnsinn, wie viel Geld man in der Stadt umsetzen kann. Gut, wir bekamen auch einiges dafür. Da wir nicht nur für uns, sondern auch für die anderen Chisomobewohner einkaufen mussten, war es unbedingt nötig den Reifenfülldruck unseres Autos zu erhöhen, da der Kofferraum mit dem Gepäck, Fließen, einem Fahrrad und dem Einkauf so gefüllt war.

Am zweiten Tag fuhren wir in einen kleinen "Nationalpark". Dort sollten die Gäste einen kleinen Eindruck in die afrikanische Tierwelt bekommen. Mit dem Auto fuhren wir ein paar Stunden durch den Park, dabei sahen wir große und kleine Tiere.


Montag, 22. März 2010

Interkulturelle Begegnungen

oder 90 min Fußball.
Zum ersten Mal in meinem Leben nahm ich an einem Fußballspiel teil, welches 90 Minuten ging.

Von einem Fußballverein - aus einem unserer Nachbardörfer - wurden unsere Studenten zu einem Spiel eingeladen. Da sie die erforderlichen 12 Mann nicht auftreiben konnten, durften die zwei Schreiner, Sebastian (FSJ-ler) und ich ihr Team verstärken. So sind wir in der afrikanischen Nachmittagssonne in das benachbarte Dorf gelaufen. Der Fußmarsch dorthin dauerte ca. 30 min. und wurde von einer lauten Stationtröte begleitet. Am Abend meinte Miri, dass man uns noch Kilometer weit gehört habe. Irgendwie muss man dem Gegner ja Respekt einflössen.

Dort angekommen zogen wir uns um und wärmte uns auf. Pastor Joe durfte in der Innenverteidigung ran. Nicht unbedingt meine Lieblingsposition aber, es war ganz ok. Dumm war nur, dass die Gegner meist mit 2 Mann Überzahl kamen und so war es nicht immer leicht ein guter Verteidiger zu sein. Nichtsdestotrotz machte es sehr viel Spaß. Ohne Verletzungen und mit einem komfortablen 2:1 gingen wir in die Pause.

Ehrlich gesagt, hätten mir die ersten 45 min. schon gereicht, aber die zweiten sollten noch folgen. Da unsere Gegner im Schnitt mindestens 5 Jahre jünger waren und wahrscheinlich 1-2 Mal in der Woche trainieren, musste es so kommen. In der zweiten Halbzeit waren unsere Stürmer so gut wie abgemeldet. In der Abwehr waren wir nur damit beschäftigt unseren Kasten sauber zu halten. Nach ca. 60 min. wurden die Beine immer schwerer und so musste einmal die Latte für mich retten. Endlich nach 90 min. kam der Pfiff. 2:1 wir hatten gewonnen.

Freudig - trotz der schweren Beine - traten wir unseren nach Hause Weg an. Als Ausdruck der Verbundenheit durfte ich mit einem Studenten "Händchen haltend" nach Hause laufen. Ist ein komischen Gefühl, aber das gehört dazu. Zudem drückte das u.a aus, dass mit durch den Fußball eine Beziehung zu den Studenten gewachsen ist. Nicht schlecht, für was der Fußball alles gut ist.
oder alleine Essen
Manchmal schaut Miri nach ihrem Unterricht bei den Studentenfrauen vorbei. Morgens, nach der Andacht, wird sie meist von ihnen zum "Reden" eingeladen. Dieser Einladung folgt man als lernwilliger Sprachschüler gerne. Allerdings bleibt es normalerweise nicht beim Reden, sondern es wird eigentlich immer noch etwas zu Essen aufgetischt.

Eigentlich wollte Miri zum Reden kommen. Naja, nun findet das Gespräche auf dem Hof zwischen Küche und Haus statt. Ist das Essen dann fertig, wird es ins Haus getragen und der Gast, in diesem Fall Miri, darf ins Haus zum Essen. Leider essen die Gastgeber nicht mit. Sie warten draußen bis man fertig ist und freuen sich über das, was man gegessen hat und über das was man noch übrig gelassen hat.

Als Schwabe fehlt einem manchmal die Soße. Jedoch ist das Essen gar nicht so schlecht. Nach dem Essen führt Miri das Gespräch nach ihren Möglichkeiten weiter.


Gott beschenkt uns immer wieder mit tollen Begegnungen, bei denen wir unsere geringen Sprachkenntnisse ausprobieren dürfen und viel über die Kultur lernen können. Vielen Dank wenn du weiter für solche Begegnungen betest.

Mittwoch, 17. März 2010

Mit Kindern lernen macht Spaß

und es ist auch noch um sonst.

Meist ist es gegen 16:30 Uhr, Miri kommt gerade vom Unterricht heim und die Kinder stürmen unsere kleine gelbe Bank vor dem Haus.
Ein paar Kinder wollen Süßigkeiten, andere wollen Zeitschriften (zum Lesen und Einbinden ihrer Schulbücher), andere turnen freudig auf uns herum und wieder andere kommen einfach um mit uns zu reden. Das ist nicht schlecht für uns.



Manche Kinder reden wie ein Buch und wenn man dann noch etwas von dem versteht, was sie reden, sind sie überglücklich. Wir übrigens auch. Und dann starteten wir unsere kleinen Sprachversuche. Fehler werden gerne verziehen oder mit ein paar komischen Mimen kommentiert.

Manchmal ist es aber auch sehr anstrengend Chichewa zu reden und zu verstehen.



Vielen Dank wenn du weiter für uns betest.

Mittwoch, 10. März 2010

Alle Jahre wieder

und doch immer ein bisschen anders. Zum ersten Mal war es dieses Jahr soweit: Geburtstag feiern in Afrika.

Und es war nicht schlecht. Mit einem gemeinsamen Mittagessen, vom Grill, starteten wir die Feierlichkeiten.



Danach gab es Kaffee. Allerdings war der eigentliche Höhepunkt das Weißwurstfrühstück am Samstag.

Miri backte dazu extra frisches Laugengebäck, mein Papa schickte mir richtig gute Weißwürste und den passenden Senf. Eigentlich fehlte nichts. Die Sonne schien, es war schön warm, ja es war fast wie im Biergarten.

Das Beste kommt. Es sind noch einige, besser gesagt alle Geburtstagspakete unterwegs. Somit darf ich nochmals Geschenke auspacken. Ich freu mich schon drauf.

Allerdings konnte ich ein Geschenk schon ausgiebig genießen.



Einfach herrlich so eine Hängematte. Darin kann man den Feierabend so richtig genießen.

Mittwoch, 3. März 2010

Ein letztes Mal

Bald werden unsere Teamkolleginnen Marion und Damaris nach Deutschland aufbrechen. Dort reisen sie für ein Jahr durch Deutschland und berichten über ihre Arbeit in Malawi.

Da wir uns in Malawi leider nur alle 6 Wochen für einen Tag sehen, dachten wir uns, dass man doch noch kurz vor ihrem Abflug ein gemeinsames Wochenende (mit ihnen, Sven, Sebastian, Debora, Davina und uns) am See verbringen könnte. Und das war nicht schlecht.

Vormittags regnete es immer, allerdings schien pünktlich zum Mittagessen die Sonne und so konnten wir den ganzen Nachmittag am See verbringen.

Früh morgens kamen die ersten Fischhändler ans Haus. Allerdings war Debora dies zu früh. Sie meinte, sie sollen doch um 10 Uhr wieder kommen. Und da kam dann ein dicker Fisch. Und mit dick, meine ich dick. Das Mittagessen war gerettet. Acht Personen wurden satt und das war nur die Hälfte des Fisches.



Das Wochenende war von vielen guten Gesprächen, einer guten, gemeinsamen Stillen Zeit, viel Zeit in und am See, gutem Essen, viel Spaß, ... geprägt.

Nun sind wir diese Woche mit neuer Kraft und Elan ins Lernen gestartet.

Leider hat sich bei Joachim eine Erkältung eingeschlichen. Jetzt hoffen wir, dass sie sich wieder schnell vom Acker macht, damit das Lernen wieder besser klappen darf.