Montag, 27. September 2010

"Ich habe

die Hand Gottes gesehen, ..." Dieses Lied wird in jedem Chisomogottesdienst gesungen. Immer wieder wird es durch ein Zeugnis eines Mitarbeiters, Studenten, ... unterbrochen um dann wieder gesungen zu werden um es wieder durch ein Zeugnis zu unterbrechen.

Es ist schön, wie die malawischen Christen Gott in ihrem Alltag wahrnehmen und ihm dafür die Ehre geben.




Unsere Studenten und Mitarbeiter

Am Sonntag hatten wir nach der "Sommerpause" endlich wieder unseren ersten Chisomogottesdienst. Gemeinsam mit den Studenten, Mitarbeitern und Besuchern aus dem Dorf feierten wir ihn.

Die Mitarbeiterfrauen hielt es nicht mehr auf den Bänken, als unsere Studenten ein Lied anstimmten. Sie mussten einfach aufstehen und tanzen. Alle waren begeistert, als ein Student das ganze erste Kapitel des Jakobusbriefs auswendig zum Besten gab. Als der Koch das erste Lied anstimmte, kam Bewegung in den Raum. Kaum war der erste Vers gesungen, wurde getanzt, geklatscht, ....

Viele kleine Kinder haben Angst vor dem weißen Mann/Frau. Joy hingegen hat keine Angst. Immer wieder kommt sie uns mal besuchen.


Sonntag, 19. September 2010

Der Kirchenbau


ist fast abgeschlossen.

Mittwoch, Freitag und Samstag ging es kurz nach 6 Uhr auf die Baustelle. Dort angekommen wurde die Dachkonstruktion fertiggestellt oder soll ich sagen verknotet?

Die Dachlatten (dünne Äste) wurden auf die Sparren (kleine Bäume) gebunden. Anfangs nahmen wir eine Art Gras, dies kostet nichts und ist leicht auffindbar, zum Schluss nahmen wir "Linea" (dünne Stahlfäden ummantelt von Gummi - wird aus alten Autoreifen herausgezogen), dies hält einfach besser.

Nachdem jede Verbindung gut verknotet war, machten wir Feierabend.

Der nächste Arbeitsschritt war, das lange Gras (ca. 1,5 - 2m lang) auf die Dachkonstruktion zu binden.


Unsere Dachdecker, bzw. Dachbinder

Das Gras wurde auf die Dachlatten gelegt und mit ihnen verbunden. Damit das Gras beim nächsten Wind nicht wegfliegt, wurde darauf nochmals eine Lattung gebunden.

Nun fehlt noch eine Plastikfolie und eine weitere Schicht Gras, damit es dann nicht in die Kirche hineinregnet. Bis der nächsten Regen fällt, wenn alles normal verläuft, haben wir noch bis Ende November Zeit.

Das ist die neue Kirche. Davor steht noch der "Ofen". Hier wurden die Bausteine gebrannt.



Der Innenausbau wird wahrscheinlich nächsten Samstag abgeschlossen werden. Dann wird der Boden eingezogen.

Dazu nehme Frau ein bisschen Dreck und Wasser, vermische dies schön und schmiere dies auf den Boden solange bis er glatt ist. Ein Glattstrich halt. Dieser ist pflegeleichter und sauberer als ein Sandboden.

Zusammen mit meinem Lehrer möchte ich mich (Joachim) nun dem geistlichen Wachstum der Kirchenmitglieder widmen. Denn unser Pastor, der eigentlich kein Pastor ist und eher selten vorbereitet ist, hat manchmal wieder eine etwas interessante Auslegung, was nicht unbedingt dem geistlichen Wachstum dient.

Bitte betet doch für eine gute Vorbereitung, für kulturelles Verständnis beim Predigen und dass Gott durch die Predigten zu den Leuten spricht und in ihrem Leben wirkt. Das wäre uns sehr wichtig.

Sonntag, 12. September 2010

Und dann ging es schnell

Ein Blick nach hinten, da war nur der aufgewirbelte Staub der Straße zu sehen, der Blick nach vorn, galt der Tankstelle, welche noch Diesel hatte. Im "Tiefflug" sind wir am Samstag zur nächsten Tankstelle (ca. 25km) geflogen. Warum?


Die Vorgeschichte

Letzte Woche ging unser Kühlschrank aus, welcher mit Petroleum betrieben wird. Da auch die Petroleumvorräte auf Chisomo aufgebraucht waren, mussten schnell ein paar Liter gekauft werden.


Glücklicherweise sind wir letzte Woche an diversen Tankstellen vorbei gekommen. Zusammen mit Daniel sind wir über 70km gefahren um die Studenten abzuholen, dabei wollten wir Diesel und Petroleum kaufen. Diesel gab es, Petroleum war aus.


So gaben wir einer anderen Kollegin einen Kanister mit. Sie hatte noch eine paar Besprechungen in der Stadt. Allerdings war auch dort das Petroleum schon vergriffen.

Ende der Woche kam sie wieder zurück und berichtete uns, dass es in der Stadt (ca. 2h Autofahrt), bei der Tankstelle die 70km entfernt ist und bei "unserer" Tankstelle kein Petroleum mehr gibt. Diesel gibt es auch nur noch an einer Tankstelle.



Am Samstag sprachen wir über die Situation und riefen den Tankwart der ca.25km entfernten Tankstelle an. Dieser meinte: "Diesel hab ich noch, doch ihr müsst schnell sein, denn die Leute kommen schon aus der Stadt um bei mir zu kaufen."


Und dann ging es los. Ab ins Auto, zur Werkstatt, Dieselfass aufladen, losfahren, hoffen und beten, dass es noch Diesel gibt.


Ca. 25 min. später sind wir an der Tankstelle angekommen und konnten unser Fass auffüllen.


Gott ist gut!! Jetzt haben wir für die nächsten 2 Monate Diesel. Jedoch bleibt die Petroleumlage weiter angespannt. Gerne darfst du für diesen Engpass beten.

Montag, 6. September 2010

Fahrradanhänger, Teelichter und Nehemia


Nachdem unsere Studenten Anfang Juli Chisomo verlassen hatten, durfte auch mein Lehrer in den wohlverdienten Urlaub. Da ich (Joachim) nicht den ganzen Tag lernen konnte, genehmigte ich mir eine kleine Nebenbeschäftigung. Nur so zum Ausgleich, versteht sich.


Das Resultat ist ein Fahrradanhänger, welcher zum Transport schwerer Güter genutzt werden soll.





Gegen 10:00 Uhr, am Samstag, konnte ich die letzte Schweißnaht am Fahrradanhänger ziehen. Der Tag war noch jung und so entschied ich mich, Zusatzscheinwerfer an unserem "Chisomo-Landcruiser" anzubringen.

Eigentlich hat er ja Scheinwerfer, diese gleichen aber mehr ein paar Teelichtern. Da diese in der Dämmerung nicht die gewünschte Ausleuchtung der Straße erbrachten und somit ein gewisses Sicherheitsrisiko waren, entschlossen wir uns für den Erwerb weiterer Scheinwerfer.

Das Resultat ist super. Nun sehen wir sogar die Ameisen am Boden.

Noch was konnten wir zum Abschluss bringen. Letztes Jahr durften wir in der Chisomo-Jungschar mitarbeiten. Die Mitarbeiter Flanky und Taolay hatten viele Fragen zur Gestaltung, zur Präsentation, ... der Jungschar.

So haben wir uns in den letzten vier Wochen 3x wöchentlich mit ihnen getroffen, um uns über die Jungschar Gedanken zu machen. Dabei arbeiteten wir das Buch Nehemia systematisch durch und versuchten auf ihre Fragen Antworten zu finden. Englisch sei Dank!!

Danke, wenn du für die Beiden betest, dass sie die besprochenen Inhalte bei ihren Vorbereitungen und bei der Druchführung berücksichtigen.




Am Sonntag machten wir uns zur Verabschiedung eines Pastors auf. Da dies ein besonderer Gottesdienst war, ging es in die Verlängerung. So nahmen wir das Mittagessen gegen 15:30 Uhr ein.