Montag, 30. August 2010

Was für ein Fest


So etwas erlebt man nicht alle Tage. Michael (unser Chef) dir sei dank dafür.

Diese Fußballsaison ist gerettet. Naja, fast wenigsten. Nürnberg sollte nicht absteigen, dann wären wir auch in Malawi glücklich.

Ehrlichweise eigentlich nur Joachim, aber Mirjam hat sich durch die WM nun auch ein bisschen mit dem Fußballfieber infizieren lassen :-).

Nächste Wochen kommen unsere neuen Studenten. Gerne darfst du dafür beten, dass sie auch wirklich kommen. Denn in den letzten Jahren, so sagte man uns, sei nur etwa die Hälfte, derer gekommen die auch angemeldet gewesen waren.

Wenn sie dann angekommen sind, darfst du gerne für ein gutes Einleben in Chisomo beten. Sind die Studenten da, geht es logischerweise auch für unsere Mitarbeiter wieder so richtig los, auch diese dürfen ins Gebet eingeschlossen werden werden.


Montag, 23. August 2010

Woche 52

Kaum zu fassen, aber wahr. Genau 52 Woche ist es her, als wir unsere Koffer packten, sie wogen, uns von unseren Eltern, Geschwistern, Freunden und Verwandten verabschiedeten um uns auf den Weg nach Malawi zu machen.


Damals, stand in der Herrenhuter Losung folgendes Wort:
"Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen" (zu finden in der Bibel im Alten Testament Psalm 91,11).

Dieses "Behüten" durften wir immer wieder erfahren. Ein Woche vor dem Abflug hatte Joachim noch mit einer Magen- und Darmsache zu kämpfen. In Malawi angekommen war diese vorüber. Auf den vielen Autofahrten durchs Land ist noch nie etwas passiert, gesundheitlich waren wir noch nie wirklich angeschlagen, ein typischer Kulturschock blieb bis jetzt aus, ...

Natürlich war im ersten Jahr auch nicht alles perfekt. So hat uns die Sache mit den Fässer schon sehr umgetrieben, manch kulturelles Fettnäpfchen durften wir auch schon betreten, ...

Nach 52 Wochen blicken wir auf ein gutes erstes Jahr in Malawi zurück und sind Gott für sein "Behüten" und "Durchtragen" dankbar. So wollen wir uns bei allen bedanken, die uns dieses Jahr im Gebet begleitet haben.


"Tiyeni" (Chichewa "Los geht's") ins zweite Jahr. Wir sind gespannt was alles auf uns zukommt. Aber wir dürfen wissen, dass Gott an unserer Seite ist.

Sonntag, 15. August 2010

Anne-Marie, Leila, Flanky, Rudolf, ...


Viele Namen begegneten uns am Sonntag.

Aber nun von vorn. Mit Anne-Marie (der neuen Lernhelferin von Mattmüllers), Johannes und seiner Frau Christiane (sie verbringen gerade ihren Hochzeitsurlaub in Malawi) ging es am Morgen in die Kirche.

Der Neubau ist fast abgeschlossen. Nach ca. 2 Wochen Bauzeit werden, diese Woche die letzten Wände hochgezogen. Dann fehlen nur noch ein paar Bäume, ein bisschen langes Gras, ein paar Schnüre und eine schwarze Plastikfolie und schon ist das Dach fertig. Wir sind gespannt, wann die Einweihung stattfinden wird.


Wieder zu Haus angekommen, war es Leila sehr warm geworden. Leila musste ihre zarten Beine für die "Aaron-Willkommensparty" (jüngster Mitbewohner auf Chisomo) in den Ofen legen. Aber ihre Schafskeule war einfach lecker. Zusammen mit Mattmüllers, Margit, Anne-Marie und den beiden Gäste genossen wir das feine Sonntagsmahl.


Gegen 15:00 Uhr war dann der Verdauungsspaziergang auf den Markt zusammen mit Flanky (er wohnt im Nachbardorf) angesagt. Nach ca. 4 km waren wir auf dem Markt. Dort schauten wir uns die diversen Stoffe, Schüsseln, Fische, Tomaten, ... an. Dabei wurden wir jedoch mindestens genauso angestarrt. Denn wann kommt schon mal eine Gruppe von 5 Weißen auf den Markt.



Und nun zu Rudolf. Mittlerweile war es 19:30 Uhr, der iPod wurde angemacht, die kleine Box angesteckt und wir lauschten eine Bibelarbeit von Rudolf Westerheide. Jeden Sonntag treffen wir uns um einer deutschen/englischen Predigt oder Bibelarbeit zu lauschen. Rudolf hat seine Sache gut macht.

Sonntag, 8. August 2010

Besuche

sind in Malawi etwas ganz Wichtiges. Schon mein Mentor im Praktikum (Michael) hat es mir ans Herz gelegt, Mitarbeiter, Gottesdienstbesucher und Interessierte zu besuchen. Und so versuchen wir in Chisomo immer wieder Besuche zu machen.


Am Freitag waren wir bei einem unserer Mitarbeiter. Abusa (Pastor) Mabvuto war für einen Monat bei einer Fortbildung in der Stadt. So hatte dieser einiges zu erzählen und kann nun mit neuen Idee in das neue Jahr gehen.

Begeistert erzählt er davon, was er alles lernen konnte, was er alles gesehen hatte und was er alles notiert hat. Während des Gespräches stellten wir ab und zu eine Zwischenfrage, erzählten ein bisschen von Deutschland und so verging die Zeit wie im Flug.

Kurz vor 18:00 Uhr meinte er, dass seine Frau gekocht habe und wir zum Essen da bleiben sollten. Das taten wir dann auch.


Da er nun fast einen Monat in der Stadt war und somit sonntags nicht zu seiner Gemeinde konnte, wollte er mit seiner ganzen Familie mal wieder einen Gottesdienst in seinem Heimatdort (-kirche) besuche.

Wir waren dort noch nie und so dachten wir uns, dass wir mit ihnen gehen könnten. So fuhren wir am Sonntagmorgen mit dem Landcruiser los. Ca. 30 min. waren wir mit dem Auto unterwegs. Sonst fährt er dies jedoch jeden Sonntag mit dem Fahrrad (ca. 1h). Dort angekommen, nahmen wir unsere Plätze ein und feierten einen schönen Gottesdienst.




Nach diesem konnten wir noch ein bisschen mit einem ehemaligen Studenten und seiner Frau reden. Die Beiden haben sich gefreut, dass wir auch wegen ihnen gekommen sind.




Ja, unsere Chichewa reicht mittlerweile für kleinere "Alltagsdialoge" aus. Jedoch sind wir noch weit davon entfernt zu predigen, zu unterrichten, ... Gerne darfst du an dieser Stelle weiter für uns beten.