Montag, 28. Dezember 2009

Tierische Tage


oder Weihnachten in Malawi.

Kurz vor Weihnachten, besser gesagt am 23.12 kultivierte Joachim das Blumenbeet vor unserem Haus. Damit es auf Weihnachten auch schön gerichtet ist. Gleich morgens, am 24.12 wollte ich nach meinen Pflanzen schauen und sah einen komisch gelben Ast im Beet liegen.

Mit dem Rechen zog ich den kleinen gelben Ast aus dem Beet. Dabei stellte ich fest, dass es eine kleine Schlange war. Zum Glück war sie schon tot. Um ganz sicher zu sein, trennte ich ihren Kopf mit dem Rechen ab.

Im Laufe des Vormittags, kam der Schweinehändler vorbei. Wahrscheinlich dachte er sich, wir würden an Weihnachten ein bisschen Fleisch essen. Und so packte er die Filetstückchen aus. Wir konnten uns heraus suchen, was wir wollten, dann schnitt er es zu und schließlich hängte er es an die Waage.
Dann wurde bezahlt und Miri konnte das 3,5 kg schwere Schweinestück bearbeiten. Nun haben wir Fleisch für 5 Mittagessen. Nicht schlecht, oder?




Gegen 14:00 Uhr lud mich Daniel zum Schlachten ein. Am 25.12. sollte es Hase geben. Und so schlachteten wir an diesem Tag zwei Hasen. Jetzt weiß ich auch wie das geht.

Ein paar Stunden später schlenderte Joachim durch den Garten und sah am Fliegengitter der Balkontüre einen Waran (große Eidechse) sitzen. Schnell rief ich Mirjam, dass sie sofort die Türe schließen sollte, doch der Waran war schneller.

Grundsätzlich macht dieser einem Menschen nichts, allerdings hat er kleine Hühner, Eier, ... gern. Und da er diese bei Daniel immer wieder findet, gehört er nicht zu unseren besten Freunden. Und im Haus hat er gleich zwei Mal nichts verloren.

Deswegen schlossen wir alle Türe um ihm den Weg abzuschneiden, danach drehten wir alle Wohnzimmermöbel um. Aber er war nirgends aufzufinden. So zog ich mit einem Schlagstock bewaffnet durchs ganze Haus und fand den Knaben im Schlafzimmer. Er war mindestens genauso erschrocken wie ich, als wir uns in die Augen schauten. Vor Schreck rannte er unter den Schrank und dort kam er nicht mehr weiter. Seine Stunde hatte geschlagen. Waren wir froh, dass wir ihn gefunden haben.
Seinen großen Bruder sehen wir immer wieder im Garten. Vielleicht erwischen wir ihn auch einmal.

Der Hase war übrigens köstlich, ein echter Gaumengenuss. Unsere Weihnachtstage waren sehr schön. Im Rahmen unseres Teams, auf Chisomo, feierten wir Weihnachten in einer sehr gemütlichen Atmosphäre.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für deine Unterstützung, Pakete, Gebete, ... bedanken.

Montag, 21. Dezember 2009

Nach einer guten Woche

Arbeit sieht unser Haus schon ganz anders aus. Die meisten Wände sind gestrichen, der Strom fließt, ...

Hier ein kleiner Eindruck von den Arbeiten auf dem Dach. Mittlerweile verfügen wir über zwei 12V Batterien, welche tagsüber durch die Sonne geladen werden und welche wir abends durch die Nutzung von 12V Lampen wieder entladen. Ein tolle Sache.



Übers Wochenende war eine Familie aus Deutschland zu Besuch bei Mattmüllers. Da der Sonntagskaffee bei uns stattfand, war die Bude richtig voll. Dies war dann mal wieder eine gute Gelegenheit den Foto auszupacken um dir ein Bild zu zeigen.



Sonst geht es uns voll gut. In ein paar Tagen ist Weihnachten, aber wir fühlen uns noch gar nicht so richtig in "weihnachtlicher" Stimmung. Dennoch freuen wir uns, dass wir bald die Geburt unseres Herrn feiern dürfen. Dazu wünschen wir dir Gottes Segen und ein paar ruhige Minuten.

Montag, 14. Dezember 2009

Die ersten Tage gingen dahin ...

wie im Flug. Kaum waren wir in Chisomo angekommen, durften wir uns für die erste Nacht einrichten. Netz aufhängen, Bett machen, ... Leider gab es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Strom im Haus.

Allerdings sollte sich das bald ändern. Schon am nächsten Morgen brachte Joachim das Solarpanel auf dem Dach an und tauschte die alte, schlechte Batterie gegen eine andere aus. Schon war der Strom da. Danach installierte er ein paar 12V Lampen, damit es am Abend Licht geben würde.

In dieser Zeit kümmerte sich Mirjam um die Speisekammer. Abkleben, streichen, putzen, einräumen, ... Darauf folgte die gleiche Prozedur in der Küche. Es war wirklich dreckig.

In der Zwischenzeit wurden die diversen Wände des Hauses gestrichen. Wenn es gut läuft, können wir heute die Hauptstreicharbeiten abschließen.

Von unseren Fässern bekamen wir die Nachricht, dass sie in Südafrika angekommen sind. Da Daniel (unser Kollege) heute in die Stadt fährt, reicht er unsere Frachtpapiere bei einem, für den Zoll zuständigen, Beamten ein. Jetzt hoffen wir, dass sie schnell nach Malawi kommen und dort ganz schnell aus dem Zoll heraus kommen.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Zum letzten Mal, ...

Heute ist es soweit, wir ziehen um. Gestern ging die "zum letzten Mal" Prozedur los. Zum letzten Mal zum Abendessen zum Pastor, dass letzte Mal in Chinamwali schlafen, das letzte Mal Tee aus der original malawischen Küche, ... und vieles mehr.

Die letzten drei Monate gingen sehr schnell vorüber. In diesen haben wir einfach gelebt, aber viel Gutes und Wertvolles für die weitere Zeit in Malawi gelernt. Gott sei Dank, dass wir eine super Zeit mit "unserer" Familie haben durften.
Den Kindern ist es gestern richtig schwer gefallen, "tschüss" zu sagen. Darauf meinte der Vater: Ihr bleibt ja im Land und geht nicht zurück nach Deutschland, deswegen wird man sich immer wieder mal sehen. Das ist richtig und wir freuen uns darauf.

In ein paar Minuten geht es los, alles aufs oder ins Auto laden. Gestern haben wir schon gepackt. Es ist schon verwunderlich, wie sich der "Hausstand" in den letzten drei Monaten vergrößert hat, obwohl wir nicht viel gekauft haben.

Gegen 16:00 Uhr werden wir dann in Chisomo ankommen und unser Schlafzimmer für die erste Nacht vorbereiten (hoffentlich ist das Bett schon da, Fliegennetz aufhängen, ...)
Vielen Dank für alles Beten. Wir hatten drei geniale Monate und sind Gott dankbar für alles was wir lernen konnten und durften.
In den nächsten Wochen geht es hauptsächlich darum, dass wir einen Sprachhelfer finden, unser Haus renovieren und einrichten. Auch dürft ihr dafür beten.
Vielen Dank

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Bibeln fürs Gefängnis

Es war gegen kurz nach 9:30Uhr. Das große, schwere Tor öffnete sich und wird durften in das Gefängnis hineinfahren.

Wir sind Pastor Yakobe, Pastor Kumjenga und Joachim. Mit 120 Neuen Testamenten machten wir uns auf den Weg. Im Büro des Gefängnisleiters angekommen, übergaben wir ihm die Bibeln.

Er ist nicht nur Leiter des Gefängnisses vor Ort, sondern er ist für alle Gefängnisse im Land zuständig. Und ich durfte ihm die Hand schüttlen.




Nicht nur dass, da ich die Fotos auf meiner Kamera hatte und er sie auch wollte, durfte ich sie auf seinen PC ziehen. Natürlich unter strenger Beobachtung.




Betet doch dafür, dass die NT´s den Gefangenen zum Segen werden und sie dadurch Jesus als ihren Herrn annehmen.

Gerne dürft ihr auch für den Leiter des Gefängnisses beten, welcher selbst Christ ist, dass er ein Segen in seiner Position sein kann.

Die Lage mit dem Diesel hat sich immer noch nicht verbessert. Betet doch bitte weiter dafür. Wenn es klappt werden wir diese oder nächste Woche umziehen.